Aus der Gemeinde
Neujahrsempfang 2026 – Tag des Ehrenamtes in Zwiefalten
Erstelldatum12.01.2026
Vieles geschafft trotz knapper Kasse
Mit einem festlichen und gut besuchten Neujahrsempfang startete die Gemeinde Zwiefalten am Dienstag, 6. Januar 2026, in das neue Jahr. Der Empfang stand traditionell im Zeichen des Ehrenamtes und bot Gelegenheit, gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückzublicken sowie einen Ausblick auf kommende Aufgaben zu geben.
Bürgermeisterin Alexandra Hepp begrüßte zahlreiche Gäste aus Gemeinderat, Kreistag, Vereinen, Kirchen sowie viele ehrenamtlich Engagierte. Ein besonderer Dank galt der Freiwilligen Feuerwehr Zwiefalten mit Kommandant Markus Ott, die den Empfang vorbereitete und für eine hervorragende Bewirtung sorgte.
Den feierlichen Auftakt gestalteten die Sternsinger, die zuvor von Pfarrer Sigmund Schänzle ausgesendet worden waren. Mit ihrem Besuch brachten sie den Segen in das Feuerwehrgerätehaus und sorgten für eine besondere Einstimmung. Die musikalische Umrahmung übernahmen Johanna Hepp und Emil Fundel von der Musikkapelle Zwiefalten gemeinsam mit ihrem Dirigenten Alexander Ott.
In ihrer Neujahrsansprache blickte Bürgermeisterin Hepp auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück. Die Haushaltsaufstellung erforderte angesichts knapper finanzieller Spielräume schwierige Entscheidungen, dennoch konnten wichtige Projekte umgesetzt werden:
- Sanierung der Ortsdurchfahrt Sonderbuch: Straßen, Leitungen, Gehwege und die Bushaltestelle wurden umfassend im ersten Bauabschnitt erneuert. Die Gesamtkosten lagen bei rund 1,85 Millionen Euro.
- Friedhofssanierung: Neue Bestattungsformen wie Baum- und Urnengräber sowie Kinder- und Sternenkindergräber, neu angelegte Wege und Sanierung der Friedhofsmauer. Die Kosten der Bauabschnitte 1 und 2 lagen bei rund 762.000 Euro. Ein dritter Bauabschnitt ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant.
Bildung und Betreuung: Besonders erfreulich war die Einweihung des neuen Waldkindergartens, der sich von sechs auf inzwischen dreizehn Kinder erweitert hat. Das naturpädagogische Konzept ermöglicht vielfältige Lernerfahrungen in der Natur. Laut aktueller Bedarfsplanung kann der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz weiterhin erfüllt werden. Die Kosten pro Kind lagen 2024 nach Abzug der Förderung bei rund 6.400 Euro. Bürgermeisterin Hepp dankte den Erzieherinnen unter der Leitung von Frau Michaela Kruske für ihren Einsatz.
Weitere Schritte in Richtung Zukunft waren die Vorbereitung des flächendeckenden Breitbandausbaus, die Änderung der Bebauungspläne für zentrumsnahes Wohnen sowie die Anschaffung eines neuen Radladers für den Bauhof, der vollständig über Fördermittel finanziert werden konnte.
Personelle Veränderungen: Seit Juni 2025 unterstützt der frühere Bürgermeister Roland Deh die Kämmerei. Susanne Winter übernimmt ab April 2026 die Stelle im Vorzimmer und arbeitet derzeit bereits an 2 halben Tagen im Rathaus, während Michael Hölz zum Jahresbeginn seine Tätigkeit als neuer technischer Leiter aufgenommen hat. Zudem wird gemeinsam mit den Gemeinden Hayingen und Pfronstetten eine interkommunale Verbandskämmerei aufgebaut.
In stillem Gedenken erinnerte Bürgermeisterin Hepp an Ehrenbürger und Bürgermeister a. D. Karl Ragg, sowie an den langjährigen Gemeinderat und stellvertretenden Bürgermeister Helmut Wiker, die die Entwicklung Zwiefaltens über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt haben.
Ausblick auf 2026
Mit einem zuversichtlichen Blick stellte Bürgermeisterin Hepp die Schwerpunkte für das Jahr 2026 vor:
- Sanierung der Münsterschule: Im Frühjahr 2026 beginnt die Erneuerung des ersten Obergeschosses mit einem Invest von 2,85 Millionen Euro, um moderne und sichere Lernräume zu schaffen. Während der Bauphase wird die ehemalige Krankenpflegeschule als Übergangsgebäude genutzt. Bürgermeisterin Hepp dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich Herrn Manuel Kiner, Schulleiter Frau Sabine Burgmayer, stellvertretender Schulleiterin, sowie dem gesamten Lehrerkollegium für ihren täglichen Einsatz für die Schülerinnen und Schüler der Münsterschule.
- Zweiter Bauabschnitt Ortsdurchfahrt Sonderbuch: Ursprünglich war diese Maßnahme mit einem Invest von 2,03 Millionen Euro aufgrund der angespannten Haushaltslage verschoben worden. Durch eine einmalige Fördermöglichkeit mit einer 60-prozentigen Förderung für die Kanalsanierung ergibt sich nun jedoch eine bessere Fördersituation. Voraussetzung ist ein Baubeginn bis spätestens 30. Juni 2026. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, den Bauabschnitt entsprechend den Vorgaben umzusetzen und diese außergewöhnlich hohe Förderung zu nutzen.
- Breitbandausbau: Ziel ist, künftig jedes Haus direkt an das Glasfasernetz anzuschließen.
Zum Abschluss des Rückblicks stellte Bürgermeisterin Hepp die aktuellen Zahlen, Daten und Fakten der Gemeinde vor: Am 31. Dezember 2025 lebten 2.354 Menschen in Zwiefalten – nahezu unverändert zum Vorjahr. 18 Geburten, 32 Sterbefälle, 8 Eheschließungen sowie 175 Zuzüge und 178 Wegzüge zeigen die dynamische Entwicklung unserer Gemeinde.
Ehrenamt im Fokus: Höhenfreibad Zwiefalten
Im Anschluss stand das Ehrenamt rund um das Höhenfreibad im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs. Bürgermeisterin Hepp betonte, dass der Erhalt des Freibads ohne den außergewöhnlichen Einsatz der Schwimmbadfreunde Zwiefalten nicht möglich wäre. Im Jahr 2025 leisteten die Vereinsmitglieder über 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit.
Der Verein unterstützt das Freibad zudem finanziell. Neben den Mitgliedsbeiträgen sichern Veranstaltungen wie der Kinosommer und der Weihnachtsmarkt zusätzliche Einnahmen. Besonders hervorzuheben ist die erneute Spende in Höhe von 10.000 Euro, die einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Höhenfreibads leistet. Vor dem Hintergrund eines jährlichen Defizits von rund 100.000 Euro ist dieses Engagement von unschätzbarem Wert und sichert das Freibad als Treffpunkt für Jung und Alt.
Denn eines ist klar: Niemand kann sich einen Sommer ohne unser Höhenfreibad in Zwiefalten vorstellen.
Freiflächen-Photovoltaikanlage
Besonders vorgestellt wurde das Projekt der Freiflächen-Photovoltaikanlage am Höhenfreibad durch die 2. Vorsitzende der Schwimmbadfreunde, Frau Sandra Greis. Die Anlage versorgt künftig sowohl das Freibad als auch den Hochbehälter Galgenberg mit Strom und trägt nachhaltig zur Senkung der Betriebskosten bei. Ermöglicht wurde das Projekt mit einem Invest von über 70.000 Euro durch eine eigens gegründete GbR, Spenden, Eigenmittel des Fördervereins sowie einen Zuschuss der Gemeinde. Die Gemeinde bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten und Spendern, die die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage ermöglicht haben. Dank ihres Engagements konnte das Projekt umgesetzt werden, das einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Energie und Kosteneinsparungen leistet.
Ehrungen
Für ihren Einsatz wurden fünf Mitglieder der Schwimmbadfreunde geehrt. Die Laudatio hielt die erste stellvertretende Bürgermeisterin Maria Knab-Hänle.
Maria Lehmann leitet den Verein seit 2016. Sie plant schon Wochen im Voraus, welche Aktionen im Ehrenamt umgesetzt werden können, und ist bei fast allen Projekten vorn dabei. Durch ihre Energie, Organisationstalent und Tatkraft sorgt sie dafür, dass die Vereinsarbeit reibungslos funktioniert und alle Beteiligten motiviert bleiben. Ihr unermüdlicher Einsatz macht sie zu einer tragenden Säule des Freibadlebens.
Petra Sauter, seit 2013 Kassiererin, sorgt dafür, dass die Finanzen zuverlässig stimmen. Knab-Hänle lobte: „Mit ihr kann man im wahrsten Sinne des Wortes rechnen – fachlich und menschlich.“ Auch bei allen Veranstaltungen packt sie tatkräftig mit an und unterstützt das Vereinsleben aktiv.
Rose Rother hat Aquafitness und Yoga im Freibad etabliert. Sie bietet die Yoga-Stunden ohne Vergütung an, sodass die zusätzlichen Schwimmbadeinnahmen das Freibad unterstützen. Mit ihrem persönlichen Engagement trägt sie außerdem zur besonderen Atmosphäre im Freibad bei und begeistert Jung und Alt.
Eberhard Schäfer gehört seit Jahrzehnten zum Freibad, findet Lösungen, wenn etwas nicht funktioniert, sorgt für das Materiallager und die Ausleihe von Gerätschaften, die zusätzliche Erlöse einbringen. Als Geschäftsführer der Solar-GbR begleitete er das Projekt mit seinen Fachkenntnissen als Elektromeister. Seine ruhige und zuverlässige Art macht ihn zu einem unverzichtbaren Rückhalt für das Freibadteam.
Robert Vollmayer war bis 2016 Vorsitzender, ist aber weiterhin aktiv: Er begleitet unter anderem die baulichen Maßnahmen, bringt Baumaschinen und Tatkraft ein. Als Geschäftsführer der Solar-GbR setzte er das Photovoltaik-Projekt entscheidend um. Durch sein langjähriges Engagement hat er das Freibad nachhaltig geprägt und viele Projekte erst möglich gemacht.
Dank für gute Zusammenarbeit
Zum Abschluss dankte Bürgermeisterin Hepp allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Ehrenamtlichen, der Feuerwehr, dem Gemeinderat und den Mitarbeitenden der Verwaltung für das große Engagement und das vertrauensvolle Miteinander. Mit dem Zitat von Theodor Heuss – „Wir können nicht alles ändern, aber wir können das Beste aus unseren Möglichkeiten machen“ – klang der offizielle Teil aus.
Der Neujahrsempfang endete bei einem gemeinsamen Umtrunk und Imbiss in geselliger Runde.
Die Präsentation vom Neujahrsempfang können Sie hier einsehen:









